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Die Infrastruktur

SEA GATE besteht aus neun Sendestationen (den sogenannten Pseudolites), der Master Control Station (MCS) mit zwei dazugehörigen Referenzstationen und einem Nutzersegment für die maritime Referenz­anwendung.
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Die neun Pseudolites strahlen das Galileo Signal (E1, E5 oder E6) über das Operationsgebiet des Forschungs­hafen Rostock ab. Über Galileo zertifizierte Empfängertechnik kann das Signal empfangen und in entsprechenden Applikationen verarbeitet werden. Das Testgebiet im Hafen umfasst dabei ca. 20 km2.

Die MCS ist das Herzstück des gesamten Systems, zum einen Steuerungs- und Überwachungs­leitstand für alle Senderstationen (u.a. Zeitsynchronisation mit einer Genauigkeit von 10-9 sec.), zum anderen verantwortlich für die Bereitstellung der Navigationsnachricht der einzelnen Pseudolites als auch für das Datenmanagement. Außerdem stellt die MCS eine Integritäts­information bereit, die die Plausibilität der Sende­signale für die Nutzer im Sendegebiet wiedergibt.

Als Nutzersegment für die Referenz­anwendung kommt das Fährschiff "Mecklenburg-Vorpommern" zum Einsatz. In dieser Anwendung werden für das Anlegemanöver hochgenaue Abstandsdaten zum Anleger und zur Pier geliefert.

Alle Segmente von SEA GATE kommunizieren über ein internes Datenfunknetz, u.a. für den Datentransfer und für das Senden von Steuer- und Korrektursignalen.
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